Wie sollte die Bundesregierung künftig Vergangenheitsarbeit fördern? Wie mit den Zielkonflikten und Dilemmata umgehen? Wann sollte sie sich engagieren – und wann gerade nicht? Auf dem Weg zu einer ressortgemeinsamen Strategie möchte die Bundesregierung fachlich begleitet, unterstützt „und auch kritisch gefordert“ werden; dazu dient diese Debatte. Im Frühjahr 2019 soll die Strategie stehen.

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Ab Januar 2019 wird Deutschland zwei Jahre lang als nichtständiges Mitglied im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen sitzen. Der Sitz bietet Deutschland die Chance, die Friedens- und Sicherheitsagenda der UN in den nächsten Jahren mitzugestalten. Welche Themen und Reformen sollte die Bundesregierung im Sicherheitsrat vorantreiben? Und was wären hierbei ehrgeizige Ziele? Welche Erwartungen stellen Partner an Deutschland? Diese und weitere Fragen werden in den nächsten Monaten auf dem PeaceLab-Blog diskutiert. Beteiligen Sie sich an der Debatte!

Zur Debatte

Die neue Bundesregierung werde die Leitlinien „Krisen verhindern, Konflikte bewältigen, Frieden fördern“ „konsequent umsetzen“ – so verspricht sie es im Koalitionsvertrag. Welche Schwerpunkte sollte sie dabei setzen? Zu Beginn der Amtszeit der neuen Großen Koalition möchte der Beirat Zivile Krisenprävention und Friedensförderung hier die Debatte zur Umsetzung der neuen Leitlinien anstoßen. Wo gibt es so wirksame Ansätze, dass der Ausbau sinnvoll ist? Welche konkreten Zielvorgaben sollte sich die Bundesregierung in diesem Politikbereich setzen? Wie sollte der Austausch zwischen Politik, Forschung und Zivilgesellschaft in diesem Bereich weiterentwickelt werden?

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#DieUNundWir: Die deutsche Präventionsagenda im Sicherheitsrat voranbringen

Wer die UN nur mit Blockade gleichsetzt, verkennt, dass sie der Hebel für die deutsche Präventionsagenda sind. Die Bundesregierung sollte ihren Sitz im UN-Sicherheitsrat dazu nutzen, die umfassende Reformagenda des UN-Generalsekretärs energisch zu unterstützen. Finanziell hieße das, zukünftig ein Prozent des BIP für Entwicklungszusammenarbeit und Vereinte Nationen beizutragen.

Krisenmanagement: Nicht kleckern, sondern klotzen

Mit halbherzigem Engagement wird die Bundesregierung aktuelle Konflikte nicht bewältigen können. Denn zu einem guten Krisenengagement gehören sowohl zivile als auch militärische Mittel. Daher sollte sie darauf abzielen, ihr Budget für Außen-, Verteidigungs- und Entwicklungspolitik auf drei Prozent des BIP zu erhöhen und den Bundessicherheitsrat zu einem umfassenden Koordinierungsgremium für Außen- und Sicherheitspolitik auszubauen.

‘Preventing Crises, Resolving Conflicts, Building Peace’ are key challenges for Germany’s and Europe’s evolving international role. Berlin is investing in the field, both financially and conceptually. On this blog, we discuss how to target these investments towards better crisis prevention, conflict management and peacebuilding. Most contributions are in German, but we occasionally ask international experts for their views. This section collects contributions in English.

You are warmly invited to join the discussion: Subscribe to our weekly email-updates (in German), share and comment on posts on social media (@PeaceLabBlog, #PeaceLab), read our summary of the preceding “PeaceLab2016” debate or send us an email at peacelab@gppi.net.

Zur Debatte

Link the SSR Process to Transitional Justice

The Central African Republic’s security sector not only suffers from an acute shortage of manpower and capacity but also from internal disputes over loyalties. To deal with these dynamics, Germany’s new SSR strategy should identify and address political and economic interests of local actors threatened by the reform process. Also, it should entail instruments to fight against abuses committed by security forces.

Veranstaltungshinweise

24
Okt.
Sanktionen des UN-Sicherheitsrats und ihre Praxis am Beispiel Nordkoreas

Nordkorea erscheint immer wieder auf dem Radar des UN-Sicherheitsrats. Der Test von Atomwaffen, der Bau von Raketen oder die widerrechtliche Lieferung von Waffen an weitere Staaten versetzen die Region und die ganze Welt in Aufruhr. Der UN-Sicherheitsrat ist gefragt, wenn die Wahrung des Weltfriedens oder die internationale Sicherheit gefährdet sind. Er kann gemäß der UN-Charta friedliche Maßnahmen ergreifen und Sanktionen verhängen, um einen Konflikt unter Ausschluss von Waffengewalt zu beenden. Wie vielversprechend sind solche Sanktionen des UN-Sicherheitsrats allgemein und welche Impulse können wir von ihnen im Falle Nordkoreas erwarten? Gemeinsam mit unseren Experten Dr. Sascha Werthes und Prof. Dr. Hanns Maull wollen wir diese und weitere Fragen im Rahmen eines Mittagsgesprächs am 24. Oktober 2018 beantworten. Anja Papenfuß moderiert das Gespräch.

Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen e.V.
Berlin
05
Nov.
Geneva Peace Week 2018 - Building Peace in a Turbulent World

This year, Geneva Peace Week emphasizes the urgency of finding peaceful solutions for the growing risks of violent conflict, building on the lessons from history and the needs for future peacebuilding practice. Collective security and peace practice represent a rich tapestry of challenges and achievements, as well as devastating failures. Geneva Peace Week reflects on the lessons of a century of liberal internationalism in the service of peace and focuses on the roles that every person, actor and institution can play in building peace and resolving conflict. Awareness of the potentials and pitfalls of these roles is ever more important to build and sustain peace in a turbulent world and to broker the partnerships necessary to address them.

Maison de la Paix I Palais des Nations
Genf
11
Nov.
The Paris Peace Forum

On 11 November 2018 more than 100 Heads of States and Government and foreign officials will inaugurate the first Paris Peace Forum. What about you? Come take part in the Paris Peace Forum and join all the various actors of global governance. Meet project leaders from all over the world. Discuss their ideas and solutions to improve our collective responses to global challenges like global warming, migrations, tax evasion or cyber attacks. Conceived as a response to rising tensions in the contemporary world, the Paris Peace Forum aims at gathering and presenting innovative and cooperative governance solutions linked to the following fields: Peace and Security, Environment, Development, New Technologies, and Inclusive Economy. The first edition of the Paris Peace Forum, a global platform for governance projects, will take place from 11 to 13 November 2018 in Paris, at la Grande Halle de La Villette.

La Grande Halle de la Villette
Paris