Die neue Bundesregierung werde die Leitlinien „Krisen verhindern, Konflikte bewältigen, Frieden fördern“ „konsequent umsetzen“ – so verspricht sie es im Koalitionsvertrag. Welche Schwerpunkte sollte sie dabei setzen? Zu Beginn der Amtszeit der neuen Großen Koalition möchte der Beirat Zivile Krisenprävention und Friedensförderung hier die Debatte zur Umsetzung der neuen Leitlinien anstoßen. Wo gibt es so wirksame Ansätze, dass der Ausbau sinnvoll ist? Welche konkreten Zielvorgaben sollte sich die Bundesregierung in diesem Politikbereich setzen? Wie sollte der Austausch zwischen Politik, Forschung und Zivilgesellschaft in diesem Bereich weiterentwickelt werden?

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Eine funktionierende und stabile internationale Ordnung bildet den Grundpfeiler für Frieden, Sicherheit und Wohlstand. Multilaterale Politik zielt darauf ab, solch eine globale Ordnung durch eine enge Kooperation zwischen oft gleichgesinnten Staaten zu stärken, zu reformieren oder auch neue Regelsysteme zu etablieren, wo sie noch nicht bestehen. Das Auswärtige Amt erarbeitet zurzeit federführend für die Bundesregierung ein „Weißbuch Multilateralismus“. Es soll im ersten Quartal 2021 veröffentlicht werden. Was sollten Kernbotschaften eines solchen Weißbuches sein? Welche Ausprägung des Multilateralismus sollte Deutschland prioritär unterstützen? Welche Initiativen sollte Deutschland voranbringen, zum Beispiel in den Bereichen Frieden und Sicherheit, Menschenrechte, Klimaschutz oder wirtschaftliche Zusammenarbeit? Und welche Rolle sehen Expertinnen und Experten aus Europa und der Welt für Deutschland im multilateralen System? Zu diesen und weiteren relevanten Themen bittet die Bundesregierung zwischen September und November 2020 auf dem PeaceLab-Blog um Impulse. [Foto: Thomas Koehler/phototek.net].

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The German Conversation on Multilateralism: An Inside-Outside Perspective

German discussions about multilateralism have mostly ignored the issue of weaponised interdependence and focussed on minor-level reforms. Yet ignoring such a fundamental issue, while papering over the cracks, risks damaging the system even further. Germany and Europe should at least consider pursuing a limited membership multilateralism based on shared values (such as democracy, liberalism and pluralism) and closely integrated production chains involving like-minded allies and partners.

Leitlinien für eine polyzentrische Welt: Worauf es bei der Förderung von Multi-Stakeholder-Governance ankommt

In Zeiten multilateralen Stillstands bieten Multi-Stakeholder-Initiativen eine Chance. Das Weißbuch Multilateralismus bietet der Bundesregierung die Gelegenheit, die Rolle von Multi-Stakeholder-Initiativen im neuen Multilateralismus zu klären und Leitlinien für ihre Einbindung in die Arbeit der Vereinten Nationen und anderer internationaler Organisationen zu entwerfen.

„PeacebyPeace“ ist ein Podcast zu Friedens- und Sicherheitspolitik, der der Frage nachgeht, wie wir in Deutschland und in Europa besser dazu beitragen können, Krisen zu verhindern und Frieden zu fördern. (Hier in iTunes abonnieren). Feedback zum Podcast gerne an peacebypeace@gppi.net. Der Podcast ist Teil des PeaceLab-Blogs, ein Projekt von GPPi, welches vom Auswärtigen Amt finanziell unterstützt wird. Moderation und Produktion: Sarah Brockmeier. Unterstützung bei Musik, Schnitt und Produktion der drei Staffeln: Felix Hoffmann, Theresa Lütkefend, Marie Wagner, Mathis Römer.

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‘Preventing Crises, Resolving Conflicts, Building Peace’ are key challenges for Germany’s and Europe’s evolving international role. Berlin is investing in the field, both financially and conceptually. On this blog, we discuss how to target these investments towards better crisis prevention, conflict management and peacebuilding. Most contributions are in German, but we occasionally ask international experts for their views. This section collects contributions in English.

You are warmly invited to join the discussion: Subscribe to our weekly email-updates (in German), share and comment on posts on social media (@PeaceLabBlog, #PeaceLab), read our summary of the preceding “PeaceLab2016” debate or send us an email at peacelab@gppi.net.

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Vor 20 Jahren verabschiedete der UN-Sicherheitsrat die Resolution 1325 und legte damit den Grundstein für die Agenda „Frauen, Frieden und Sicherheit“. Im Jubiläumsjahr der Resolution wird die Bundesregierung ihren aktuellen Nationalen Aktionsplan (NAP) zur Umsetzung der Agenda auswerten und einen neuen, dritten Aktionsplan beschließen. Welche konkreten Ziele und Maßnahmen sollte sie im neuen Aktionsplan verankern? Welche Erkenntnisse aus dem Bereich der Krisenprävention, Konfliktbewältigung und Friedensförderung sollte die Bundesregierung bei der Gestaltung und Umsetzung des NAPs berücksichtigen? Zu diesen und weiteren Fragen möchte der Beirat Zivile Krisenprävention und Friedensförderung auf dem PeaceLab-Blog eine Debatte anstoßen.

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Frauen, Frieden, Sicherheit in Deutschland: Zeit zu handeln

Von März bis August 2020 diskutierten 40 Autor*innen in 28 Beiträgen diverse Möglichkeiten zur Weiterentwicklung der UN-Agenda Frauen, Frieden und Sicherheit (1325) in Deutschland auf dem PeaceLab-Blog. Der neue Nationale Aktionsplan muss nun messbare Ziele formulieren, die nicht nur die Umsetzung der Agenda auf internationaler Ebene, sondern auch in Deutschland verstärkt in den Blick nehmen.

Die Coronavirus-Pandemie hat die Welt in eine Krise gestürzt, die sich auf alle Politikbereiche auswirkt. Vor welche Herausforderungen stellt das Virus Akteure in den Bereichen Krisenprävention, Konfliktbewältigung und Friedensförderung? Welche Erfahrungen und Lehren gibt es in der Praxis und der Forschung zu den Auswirkungen von (im Ansatz) vergleichbaren gesellschaftlichen Schocks? Wie muss die Bundesregierung ihre Instrumente in diesem Bereich kurz- und langfristig möglicherweise anpassen? Dazu fragt die Bundesregierung nach Impulsen.

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Statement on the COVID-19 Pandemic by the Advisory Board to the Federal Government for Civilian Crisis Prevention and Peacebuilding

In a statement on the COVID-19 pandemic and its impacts on crisis prevention and peacebuilding, the Advisory Board to the Federal Government for Civilian Crisis Prevention and Peacebuilding identifies the pandemic as a threat multiplier. It also formulates recommendations for the German government on how it can respond to worsening inequalities and political repression.

Veranstaltungshinweise

02
Okt.
Jahreskonferenz des Beirats Zivile Krisenprävention 2020

Der Beirat bündelt zivilgesellschaftliche und wissenschaftliche Expertise zur Krisenprävention und Friedensförderung und berät die Arbeit der Bundesregierung. Die zwanzig Mitglieder des Beirats kommen aus den Bereichen der internationalen Zusammenarbeit, Wissenschaft, Stiftungen und Nichtregierungsorganisationen und sind auf vier Jahre berufen. Der Beirat begleitet die Umsetzung der 2017 von der Bundesregierung beschlossenen Leitlinien „Krisen verhindern, Konflikte bewältigen, Frieden fördern“. Durch seine Arbeit fördert der Beirat aktiv den steten Austausch der Bundesregierung mit der Zivilgesellschaft. Zu übergreifenden strategischen Fragen kann der Beirat öffentlich Stellung beziehen. Darüber hinaus entwickelt der Beirat eigene konzeptionelle Beiträge. Für die kommenden zwei Jahre hat der Beirat unter anderem friedenspolitische Kohärenz, Gender, Frieden und Sicherheit sowie Klimawandel als Sicherheitsrisiko als Themen aufgenommen.

Beirat Zivile Krisenprävention
Online
07
Okt.
Sicherheit feministisch denken

Lässt sich Sicherheitspolitik auch ohne Militarismus und Grenzziehungen denken? Welche Bedürfnisse von Frauen* und marginalisierten Gruppen werden bei den klassischen Sicherheitspolitiken übersehen? Nationale Akteur*innen und zwischenstaatliche Organisationen wie die EU, OSZE und UN wenden meist veraltete Sicherheitspraktiken an, die von einer bipolaren Welt ausgehen. Dieser Ansatz handelt von Krieg, nationaler Sicherheit, Bedrohungen und militärischer Verteidigung sowie sogenannten Friedensmissionen.

WILPF
Online