Die neue Bundesregierung werde die Leitlinien „Krisen verhindern, Konflikte bewältigen, Frieden fördern“ „konsequent umsetzen“ – so verspricht sie es im Koalitionsvertrag. Welche Schwerpunkte sollte sie dabei setzen? Zu Beginn der Amtszeit der neuen Großen Koalition möchte der Beirat Zivile Krisenprävention und Friedensförderung hier die Debatte zur Umsetzung der neuen Leitlinien anstoßen. Wo gibt es so wirksame Ansätze, dass der Ausbau sinnvoll ist? Welche konkreten Zielvorgaben sollte sich die Bundesregierung in diesem Politikbereich setzen? Wie sollte der Austausch zwischen Politik, Forschung und Zivilgesellschaft in diesem Bereich weiterentwickelt werden?

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Die brennende Lunte nicht ignorieren: Ein Reisebericht aus Kamerun

Kamerun steht am Rande eines Bürgerkriegs. Der “Unterausschuss zivile Krisenprävention, Konfliktbearbeitung und vernetztes Handeln“ des Bundestages fuhr unter Leitung seines Vorsitzenden, dem Grünen-Bundestagsabgeordneten Ottmar von Holtz, Anfang Dezember in das zentralafrikanische Land und suchte nach Wegen, wie Deutschland sich für eine friedliche Bearbeitung des komplexen Konflikts einsetzen kann.

Die Bundesregierung wird in den nächsten Monaten eine ressortübergreifende Strategie zur Rechtsstaatsförderung entwickeln. Welche Kontexte muss sie bei ihrem Engagement in diesem Bereich im Blick haben? Welche Ziele sollte sie konkret verfolgen? Bestehen Zielkonflikte? Welche Optimierungsmöglichkeiten bestehen bei der Umsetzung? Debattieren Sie mit und bringen sich auf diese Weise in den Entwicklungsprozess der Strategie ein!

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Rechtsstaatsförderung als Beitrag zur Festigung staatlicher Legitimität

Rechtsstaatsförderung zur Stabilisierung kann aufgrund der kurz- bzw. mittelfristigen Laufzeiten das Verständnis staatlicher Legitimität in einer Gesellschaft kaum beeinflussen. Deutsche Akteure sollten sich stärker an der Wahrnehmung der Zielbevölkerung orientieren, indem sie Erfolge unabhängiger Beschwerdemechanismen möglichst sichtbar verbreiten und Input- und Output-Legitimität gemeinsam fördern.

Beyond Best Practices: How to Use Design Thinking in Rule of Law Promotion

Law in action can be messy. Therefore, formalistic approaches to rule of law promotion that ignore the context on the ground are often destined to fail. Design thinking is a creative method that facilitates an understanding of and empathizing with specific needs of those affected. It prevents mere transplantation and instead promotes solutions developed in collaboration between experts and locals.

Ab Januar 2019 wird Deutschland zwei Jahre lang als nichtständiges Mitglied im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen sitzen. Der Sitz bietet Deutschland die Chance, die Friedens- und Sicherheitsagenda der UN in den nächsten Jahren mitzugestalten. Welche Themen und Reformen sollte die Bundesregierung im Sicherheitsrat vorantreiben? Und was wären hierbei ehrgeizige Ziele? Welche Erwartungen stellen Partner an Deutschland? Diese und weitere Fragen werden in den nächsten Monaten auf dem PeaceLab-Blog diskutiert. Beteiligen Sie sich an der Debatte!

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Deutschland im UN-Sicherheitsrat: Von der Enthaltung zur Haltung

In 19 Beiträgen haben Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Praxis über Deutschlands Mitgliedschaft im UN-Sicherheitsrat debattiert. Die Erwartungen sind hoch – auch über die deutschen Grenzen hinaus. Zu den vielen konkreten Forderungen und Empfehlungen gehören, dass Deutschland eine nationale Strategie zur UN-Friedenssicherung erarbeiten und dem Ständigen Vertreter in New York maximale Freiheiten gewähren soll.

Global Peace Needs an Updated UN Charter

The worldwide increase in armed intra-state conflicts will make it necessary to expand the mandate of the UN Charter. Although this would be the first substantive revision of the UN Charter since its adoption almost 75 years ago, this may be less utopian than it seems. In fact, Germany is well placed to take the lead revitalizing the UN as the core collective security instrument for maintaining global peace.

‘Preventing Crises, Resolving Conflicts, Building Peace’ are key challenges for Germany’s and Europe’s evolving international role. Berlin is investing in the field, both financially and conceptually. On this blog, we discuss how to target these investments towards better crisis prevention, conflict management and peacebuilding. Most contributions are in German, but we occasionally ask international experts for their views. This section collects contributions in English.

You are warmly invited to join the discussion: Subscribe to our weekly email-updates (in German), share and comment on posts on social media (@PeaceLabBlog, #PeaceLab), read our summary of the preceding “PeaceLab2016” debate or send us an email at peacelab@gppi.net.

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Activating the Five Powers of Law

Some methods of rule of law promotion, such as support for the development of new legislation, frequently lead to disappointing results. The reason for this is that partner states such as Germany only focus on one of the many different powers of the law and do not pay attention to activating the full range of its powers. German ministries should take a careful look at the methodologies of their implementing agencies and “activate” all the powers of the law.