S2E3 | Tunesien: Welche politischen und wirtschaftlichen Reformen sind notwendig?

02. Oktober 2019   ·   PeacebyPeace

In dieser Folge spricht Sarah Brockmeier mit den Wissenschaftler*innen Dr. Mariam Salehi und Max Gallien darüber welche Reformen im Wirtschafts-, Sicherheits- und Justizsektor in Tunesien notwendig wären und was deutsche und europäische Akteure dazu beitragen können, dass diese umgesetzt werden.

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Wie hat sich Tunesien seit dem Arabischen Frühling 2011 entwickelt? Welche Konfliktlinien gibt es zwischen verschiedenen politischen Akteuren? Wie verlief der Aufarbeitungsprozess der Diktatur? Mit Dr. Mariam Salehi vom Wissenschaftszentrum Berlin (WZB) und Max Gallien, Doktorand an der London School of Economics (LSE) spricht Sarah Brockmeier in dieser Folge von PeacebyPeace darüber, was sich in Tunesien ändern müsste, damit sich das Land auf dem Weg zu einem nachhaltigen Frieden befindet. 

Tunesien braucht nicht nur einfach wirtschaftliche Reformen, so die Analyse der beiden Wissenschaftler*innen – obwohl diese zum Beispiel im Bereich der Steuer- und Handelspolitik dringend notwendig wären. Es geht vor allem auch um politische Verteilungsfragen und mehr politische Teilhabe. 

Das Gespräch dreht sich auch um die verschiedene Aspekte des deutschen und europäischen Engagements in Tunesien: Von entwicklungspolitischen Maßnahmen und Handelspolitik bis hin zur Ertüchtigungsinitiative und dem Engagement der deutschen politischen Stiftungen in Tunesien. Ein Fazit – wie schon bei der Diskussion zu Mali in der vorherigen Folge von PeacebyPeace: Es sind dringend umfassende politische Reformen notwendig und diese werden Zeit brauchen. Wer sich in Tunesien in der Krisenprävention und Friedensförderung engagieren möchte, der braucht einen langen Atem.

 

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PeacebyPeace“ ist ein Podcast zu Friedens- und Sicherheitspolitik, der der Frage nachgeht, wie wir in Deutschland und in Europa besser dazu beitragen können, Krisen zu verhindern und Frieden zu fördern. Der Podcast ist Teil des PeaceLab-Blogs, ein Projekt von GPPi, welches vom Auswärtigen Amt finanziell unterstützt wird. Moderation und Produktion: Sarah Brockmeier. Feedback zum Podcast gerne an peacebypeace@gppi.net.